Satzung

Satzung der Sankt Hubertus Schützenbruderschaft Beckum e. V. 1920

§ 1
Name & Sitz


Die Schützenbruderschaft führt den Namen, "St. Hubertus Schützenbruderschaft Beckum e. V. 1920".
Sie hat Ihren Sitz in 58802 Balve - Beckum und ist beim Amtsgericht Arnsberg im Vereinsregister
eingetragen.

Die Schützenbruderschaft ist ständiges Mitglied im Kreis-Schützenbund Arnsberg e. V. mit Sitz in
Arnsberg im Sauerländerschützenbund.

§ 2
Aufgaben


Die Schützenbruderschaft ist bestrebt, die Dorfgemeinschaft zu fördern, das religiöse Leben und die
heimatlichen Sitten und Bräuche zu schützen und zu pflegen, die Bindung zu den christlichen Kirchen
zu wahren, die demokratische Staatsordnung zu achten und das traditionelle Brauchtum des
Schützenwesens zu erhalten.

§ 3
Gemeinnützigkeit


Die Schützenbruderschaft St. Hubertus Beckum e. V. 1920, ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in
erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

Mittel der Bruderschaft dürfen nur zu satzungsmäßigen Zwecken verwandt werden. Die Mitglieder
erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Bruderschaft ausgezahlt. Es darf keine Person durch
Ausgaben, die dem Zweck der Bruderschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe
Vergütung begünstigt werden.

Bei Auflösung der Bruderschaft oder Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen der
Bruderschaft der Stadt Balve zu, die es zweckgebunden für gemeinnützige Zwecke im Ortsteil
Beckum in seinen Gemarkungsgrenzen verwenden muß. Der Ortsvorsteher wird zum Verwalter des
Vermögens bestimmt. Sollte sich innerhalb von 5 Jahren nach Auflösung der Bruderschaft im Stadtteil
Beckum eine neue Schützenbruderschaft mit gleichen Zielen bilden, so hat die Stadt Balve dieser
Bruderschaft das Vermögen unserer Bruderschaft zu übertragen. Die neue Bruderschaft muß von der
Finanzverwaltung als gemeinnützig im Sinne der steuerlichen Bestimmungen anerkannt worden sein.
Trifft dieses während vorgenannter Zeit nicht zu, ist das gesamte Vermögen entsprechend den
vorgenannten Absatz 3 zu verwenden.

§ 4
Mitgliedschaft


Jede Person kann förderndes Mitglied werden und ist zur jährlichen Beitragszahlung verpflichtet. Die
fördernden Mitglieder haben weder ein passives noch ein aktives Wahlrecht.

Aktives Mitglied kann jede männliche Person werden, die diese Satzung anerkennt, insbesondere die
Aufgaben nach § 2, seinen Beitrag jährlich entrichtet und mindestens das 16. Lebensjahr vollendet
hat.

Der zuständige Pfarrer/Pastor/Diakon gehört der Bruderschaft als Präses an. Bei mehreren möglichen
Personen wird der Präses durch den Vorstand festgelegt. Der Präses ist Ehrenmitglied und hat kein
Stimmrecht.

Die Mitglieder sind zur jährlichen Beitragszahlung verpflichtet. Die Beiträge werden durch den
Vorstand festgesetzt.

Das passive Wahlrecht haben aktive Mitglieder ab dem 16. Lebensjahr, das aktive Wahlrecht ab dem
18. Lebensjahr.

Die Aufnahme ist mündlich oder schriftlich bei einem Vorstandsmitglied zu beantragen.

Niemand darf von der Mitgliedschaft ausgeschlossen werden, weil er arm oder bedürftig ist.

Die Teilnahme am jährlichen Vogelschießen zum Erlangen der Königswürde ist nur aktiven
Mitgliedern nach 3-jähriger Mitgliedschaft gestattet, die eine Königin und einen Hofstaat nachweisen
können.

Aus der Schützenbruderschaft scheiden mit Verlust eines jeden Anrechts aus:
Verstorbene Mitglieder, Mitglieder, die sich freiwillig schriftlich beim Vorstand abmelden, Mitglieder, die
Ihre Beiträge nicht regelmäßig zahlen, Mitglieder, die die Satzung gröblich verletzen.

Über den Ausschluß entscheidet der Vorstand.
Gegen den Ausschluß kann das betroffene Mitglied schriftlich Beschwerde beim Vorstand einlegen,
über die derselbe nach Beratung entscheidet.

§ 5
Organe


Die Organe der St. Hubertus Schützenbruderschaft Beckum e. V. 1920 sind der Vorstand und die
Mitgliederversammlung.

§ 6
Der Vorstand


Der Vorstand besteht aus:
1. 1. dem 1. Brudermeister (1. Vorsitzender),
1. 2. dem 2. Brudermeister (2. Vorsitzender),
1. 3. dem Kassierer,
1. 4. dem Schriftführer,
1. 5. einen Beisitzer,
1. 6. einem Beisitzer,
1. 7. einem Beisitzer,
2. dem Offizierskorps, mindestens bestehend aus
2. 1. dem Oberst,
2..2. dem Adjutanten,
2..3 mindestens drei Fahnenoffizieren,
2. 4. mindestens zwei Königsoffizieren,
2. 5. mindestens fünf weiteren Offizieren,
3. Ehrenvorstandsmitgliedern und Ehrenoffiziersmitgliedern.
4. Den Vorstand im Sinne des § 26 BGB bilden der 1. Brudermeister, der 2. Brudermeister, der
Kassierer und der Schriftführer (geschäftsführender Vorstand).
5. Die Vorstandsmitglieder zu 1.1. bis 2.5. werden von den Mitgliedern auf der
Jahreshauptversammlung (Generalversammlung) gewählt.
5.1 In den Vorstand kann jeder volljährige aktive Schützenbruder gewählt werden.
5.2 Die Vorstandsmitglieder zu 1.1 bis 1.7 müssen der katholischen oder evangelischen Kirche
angehören.
5.3 Die Vorstandsmitglieder werden auf die Dauer von 3 Jahren von der Mitgliederversammlung
gewählt.
5.3.1. Nach dem 1. Jahr scheiden der 1. Brudermeister und 1 Beisitzer aus.
5.3.2. Nach dem 2. Jahr scheiden der 2. Brudermeister und der Kassierer aus.
5.3.3. Nach dem 3. Jahr scheiden der Schriftführer und 2 Beisitzer aus.
6. Gerichtlich und außergerichtlich wird die St. Hubertus Schützenbruderschaft Beckum e. V. 1920
von 2 Mitgliedern des geschäftsführenden Vorstands vertreten.
7. Die Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig.

§ 7
Zuständigkeit des Vorstands


Der Vorstand ist zuständig für alle Angelegenheiten, die nicht der Mitgliederversammlung vorbehalten
sind. Der geschäftsführende Vorstand erledigt die laufenden Geschäfte der Bruderschaft.
Insbesondere hat er die Jahreshauptversammlung, das Schützenfest und die
Schützenfestabrechnung vorzubereiten. In seinen Händen liegt die zeitnahe Vereinsarbeit und die auf
weite Sicht.

Der 1. Brudermeister hat der Mitgliederversammlung einen Jahresbericht vorzulegen.

Der Kassierer legt der Mitgliederversammlung jährlich den Kassenbericht vor.
Bis zur Jahreshauptversammlung hat der Kassierer eine zum 31. 12. des vergangenen Jahres
abgeschlossene Kassenrechnung zur Prüfung durch die Kassenprüfer vorzulegen.

Der Schriftführer hat das Protokoll der letzten Jahreshautversammlung vorzulesen.

Die Sitzungen des Vorstandes finden nach Bedarf statt. Auf Verlangen von zwei Vorstandsmitgliedern
muß eine außerordentliche Sitzung einberufen werden.

Der Vorstand ist befugt, die Nutzung des Bruderschaftsvermögens nach eingehender Beratung und
Beschlußfassung entgeltlich oder unentgeltlich öffentlichen Körperschaften, anderen ortsansässigen
Vereinen oder auch sonstigen Personen und Personenvereinigungen zu überlassen.

Der Auslagenersatz für eine auftragsgemäße Tätigkeit (§ 27 bwz. § 670 BGB) ist von der vorherigen
Beschlußfassung des geschäftsführenden Vorstands abhängig.

§ 8
Jahreshauptversammlung
(Generalversammlung)


Die Jahreshauptversammlung ist die Vertretung aller Mitglieder der St. Hubertus
Schützenbruderschaft Beckum e. V. 1920.

In der Jahreshauptversammlung haben alle aktiven Mitglieder nur eine Stimme.

Mindestens einmal jährlich findet eine Jahreshauptversammlung statt.

Außerordentliche Versammlungen werden in dringlichen Fällen einberufen, auf Beschluß des
Vorstandes oder wenn die Einberufung von mindestens 10% aller aktiven Mitglieder gefordert wird.

Der geschäftsführende Vorstand lädt zu den ordentlichen sowie zu den außerordentlichen
Versammlungen mit einer Frist von zwei Wochen durch Aushang an ihrer Hönnetalhalle
(Schützenhalle Beckum), mit Tagesordnung, ein.

Die Einladung muß folgende Angaben enthalten:

a) Versammlungsort,
b) Versammlungszeit,
c) Tagesordnung.

Den Vorsitz der Versammlungen führt der 1. Brudermeister, bei seiner Verhinderung der 2.
Brudermeister bei dessen Verhinderung ein weiteres Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes.

Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig bei Anwesenheit von wenigstens drei
Vorstandsmitgliedern und mindestens 5% ( 5 v. H.) der weiteren aktiven Mitglieder.

Ist die Mitgliederversammlung wegen nicht genügender Beteiligung beschlußunfähig, so ist innerhalb
von 2 Wochen eine solche erneut einzuberufen. Diese ist dann unabhängig von der Zahl der
erschienen aktiven Mitglieder immer beschlußfähig.

Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder gefaßt.

Zur Änderung der Satzung bedarf es einer Zwei - Drittel - Mehrheit der anwesenden
stimmberechtigten Mitglieder.
Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des 1. Brudermeisters den Ausschlag.

Die Beschlüsse der Mitgliederversammlungen werden zwecks Beurkundung in ein Protokollbuch
eingetragen. Die Protokolle werden vom dem Schriftführer geführt, vom 1. Brudermeister
gegengelesen und von ihm und dem Schriftführer unterschrieben.

§ 9
Zuständigkeit der Mitgliederversammlung


Die Mitgliederversammlung ist insbesondere zuständig für die Entgegennahme des Jahresberichtes
des 1. Brudermeisters, die Entgegennahme des Kassenberichtes des Kassierers, die Entgegennahme
des Protokolls des Schriftführers, die Wahlen des geschäftsführenden Vorstands, der Beisitzer, des
Offizierskorps, der Kassenprüfer und die Beschlußfassung über die Satzung.

§ 10
Verfahrensfragen


Der 1. Brudermeister lädt zu Vorstandssitzungen und zu gemeinsamen Vorstands- und
Offizierssitzungen mit einer angemessenen Frist ein.

Die Beschlußfähigkeit der Versammlung ist gegeben, wenn die Einladung fristgerecht erfolgt ist, bei
Mitgliederversammlungen mindestens 3 geschäftsführende Vorstandsmitglieder und 5% (5 v. H.) der
aktiven Mitglieder und bei Vorstandssitzungen mindestens 2 geschäftsführende Vorstandsmitglieder
und 2 Beisitzer anwesend sind.

Werden Wahlen und Abstimmungen vorgenommen, muß auf Antrag von mindestens einem Mitglied
die Abstimmung geheim erfolgen.

Ein Beschluß über die Auflösung der Schützenbruderschaft kann nur auf einer eigens hierfür
einberufenen Mitgliederversammlung gefaßt werden, in der drei Viertel aller aktiven Mitglieder
anwesend sind und eine Mehrheit von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten aktiven
Mitglieder sich für die Auflösung der Bruderschaft entschließt. Ist eine solche Mitgliederversammlung
beschlußunfähig, so muß nach 1 Monat eine zweite mit derselben Tagesordnung abgehalten werden,
die dann ohne Rücksicht auf die Anzahl der anwesenden stimmberechtigten aktiven Mitglieder
beschlußfähig ist; doch kann auch in diesem Falle die Mitgliederversammlung den
Auflösungsbeschluß nur mit einer Mehrheit von drei Viertel der anwesenden stimmberechtigten
aktiven Mitglieder fassen.

Über die Sitzungen und Versammlungen sind Niederschriften anzufertigen und Anwesenheitslisten zu
führen.

Anträge an den Vorstand müssen mindestens zwei Wochen vor der Versammlung dem 1.
Brudermeister schriftlich vorliegen.

Anträge auf Änderung der Reihenfolge der Tagesordnung sind vor Eintritt in die Tagesordnung
vorzubringen und zur Beschlußfassung zu stellen.

§10 a
Vergütungen für die Vereinstätigkeit


1. Die Vereins- und Organämter werden grundsätzlich unentgeltlich ausgeübt.

2. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich
auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwands-entschädigung
nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt werden.
Die Entscheidung über eine entgeltliche Vereinstätigkeit nach Abs. (2) trifft der Vorstand.
Gleiches gilt für die Vertragsinhalte und die Vertragsbeendigung.

3. Der Vorstand ist ermächtigt, Tätigkeiten für den Verein gegen Zahlung einer angemessenen
Vergütung oder Aufwandsentschädigung zu beauftragen. Maßgebend ist die Haushaltslage des
Vereins.

4. Zur Erledigung der Geschäftsführungsaufgaben und zur Führung der Geschäfts stelle ist der
Vorstand ermächtigt, im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten, hauptamtlich
Beschäftigte anzustellen.

5. Im Übrigen haben die Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins einen Aufwendungsersatzanspruch
nach § 670 BGB für solche Aufwendungen, die ihnen durch die Tätigkeit für den
Verein entstanden sind. Hierzu gehören insbesondere Fahrtkosten, Reisekosten, Porto, Telefon
usw.

6. Der Anspruch auf Aufwendungsersatz kann nur innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach
seiner Entstehung geltend gemacht werden. Erstattungen werden nur gewährt, wenn die
Aufwendungen mit Belegen und Aufstellungen, die prüffähig sein müssen, nachgewiesen
werden.

7. Vom Vorstand können per Beschluss im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten Grenzen
über die Höhe des Aufwendungsersatzes nach § 670 BGB festgesetzt werden.

8. Weitere Einzelheiten regelt die Finanzordnung des Vereins, die vom Vorstand erlassen oder
geändert und durch die Mitgliederversammlung bestätigt wird.

§ 11
Kassenwesen

Die Kassenführung obliegt dem Kassierer.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Sämtliche Einnahmen und Ausgaben sind durch die Kasse der Schützenbruderschaft zu tätigen und
buchungsmäßig festzuhalten. Neben- oder Sonderkassen dürfen nur als Teil der Gesamtkasse geführt
werden. Einnahmen und Ausgaben sind in einer Einnahmen- und Ausgaben- Überschußrechnung
journalmäßig festzuhalten.

Die von den Mitgliedern zu zahlenden Beiträge sind bis zum 1. Mai eines jeden Jahres zu zahlen,
jedoch spätestens auf dem jährlichen Schützenfest.

§ 12
Rechnungsprüfer (Kassenprüfer)


Es werden zwei Rechnungsprüfer gewählt, die nicht dem Vorstand angehören dürfen. Sie werden für
2 Jahre gewählt; jedes Jahr scheidet einer aus.

Die Rechnungsprüfer haben nach freiem Ermessen das Rechnungswesen der Schützenbruderschaft
zu prüfen und über das Ergebnis in der Jahreshauptversammlung zu berichten.

§ 13
Inkrafttreten


Diese Satzung tritt am Tage nach der Beschlußfassung in Kraft. Gleichzeitig treten alle vorherigen
Satzungen außer Kraft.

58802 Balve, den 10. April 2010

1. Brudermeister     2. Brudermeister     Kassierer     Schriftführer